Wöchentliche Treffen

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Hartz IV bringt Deutschland mehr Armut: Mehr als die Hälfte aller Haushalte, die früher Arbeitslosenhilfe bezogen, stehen seit der Hartz-Reform finanziell schlechter da. Partner von Vollbeschäftigten und ältere Langzeitarbeitslose sind die großen Verlierer. Die Arbeitsmarktreform Hartz IV hat zu einer Einkommens-Umverteilung unter den ärmsten Haushalten geführt. Rund 60 Prozent der Haushalte, die vor der Reform Arbeitslosenhilfe bezogen haben, müssen nun mit weniger staatlicher Unterstützung auskommen. Das ist das Ergebnis einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Im Schnitt 20 Prozent weniger Geld:
Durch die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II (ALG II) verringert sich das bedarfsgewichtete Haushaltseinkommen der Betroffenen im Schnitt um 20 Prozent. Ein Viertel aller früheren Bezieher von Arbeitslosenhilfe hat den Anspruch auf Unterstützung sogar ganz verloren, so die Stiftung weiter.


Partner von Vollbeschäftigten sind die großen Verlierer:
Zu den Verlierern gehören vor allem erwerbslose Partner von Vollzeitbeschäftigten. Da das Partnereinkommen auf das Arbeitslosengeld II angerechnet werde, erhielten sie laut HBS etwa 80 bis 90 Prozent weniger oder gar keine staatliche Unterstützung mehr. Hiervon sind insbesondere arbeitslose Frauen betroffen.

Aber auch ältere Langzeitarbeitslose sind häufig auf der Verliererseite zu finden. Für sie wirkt sich vor allem die Abkopplung der staatlichen Unterstützungsleistung von der Höhe des früheren Erwerbseinkommens negativ aus. Seit Februar 2006 hat sich ihre Situation zudem nochmals verschärft: Jobsuchende über 55 Jahre haben seither nur noch maximal 18 Monate Anspruch auf Arbeitslosengeld I.
Danach droht der Fall auf Hartz-IV-Niveau.